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Selbstliebe klingt für die meisten nach purem Egoismus. Aber dem ist nicht so, denn sich selbst zu lieben, heißt, stark zu sein und Vertrauen zu haben.
Das Wort Selbstliebe klingt zunächst sehr negativ behaftet. Von den meisten wird es so verstanden, dass ein Mensch sich ständig im Mittelpunkt sieht und die Bedürfnisse anderer missachtet.
Dagegen werden Begriffe wie Selbstvertrauen, Selbstsicherheit und Selbstbewusstsein positiv gewertet. Bis zu einem gewissen Grad ist Selbstliebe jedoch eine Voraussetzung für die menschliche Existenz. Den selbst eines der christlichen zehn Gebote heißt: „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.“ Gleich ob jemand Christ ist oder nicht, dieser Satz sagt über die Wichtigkeit der Selbstliebe eigentlich alles aus. Niemand kann liebevoll, respektvoll, mit ehrlicher Achtung und Toleranz auf Mitmenschen zugehen, ihnen helfen, wenn er nicht einmal sich selbst als Person akzeptiert und liebt. Wer sich als so nichtig empfindet, dass er meint, sich nicht einmal selbst mögen zu können, kann anderen keine Liebe entgegenbringen.
Zum Überleben braucht der Mensch ein gesundes Maß an Egoismus. Das spiegelt sich in den ersten Momenten unseres Lebens direkt wider. Denn gerade mal zur Welt gekommen, ist der Mensch ein wahrer Egoist. Das Baby schreit so lange, bis es Nahrung oder Zuwendung erhält. Das ist lebenswichtig, denn es kann sich noch nicht selbst versorgen.
Während des Heranwachsens in der Gesellschaft lernt der Mensch, dass dem Egoismus Grenzen gesetzt sind. Spätestens dann, wenn er mit seinem unbedingten Drang, eigene Wünsche gegen andere durchzusetzen, von diesen Ablehnung statt Zuwendung und Hilfe erhält. Nicht immer sind in einer Familie, einem gesellschaftlichen Umfeld, die Bedingungen für diese innere Reifung ideal. Es kann sein, dass jemand von klein auf lernt, dass man Bedürfnisse am besten mit Gewalt durchsetzt. Es kann auch sein, dass er so viel gesellschaftliche oder familiäre Ablehnung erfährt, dass er sich selbst als minderwertig betrachtet. In solchen Fällen brauchen Menschen Hilfe, um den Lernprozess sozialen Verhaltens nachzuholen und sich selbst annehmen zu können. Sie müssen Selbstliebe lernen, um im eigenen Fühlen zu verankern, dass man sich selbst Schmerzen zufügt (eventuell nur unterbewusst), wenn man andere schädigt, beziehungsweise, dass man sich selbst mögen muss, damit man selbst und andere Vertrauen in das eigene Handeln zu setzen.
Der Weg zur Selbstliebe führt über die Spiegelung des eigenen Ich. Dazu gehört, dass nicht nur Fehler und Schwächen gesehen werden, die andere vielleicht gern herausstreichen (Mobbing, Intrigen), sondern auch die eigenen Fähigkeiten und Stärken. Wer Schwierigkeiten hat, eigene Fähigkeiten und Stärken zu erkennen, sollte eine Plus-Minus-Liste anlegen, auf der beides niedergeschrieben wird:
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Plus |
Minus |
Was ich möchte |
Was ich fühle |
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sportlich |
manchmal aggressiv |
Freundlichkeit |
Einsamkeit |
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ausdauernd |
gebe bei Kritik auf |
Liebe |
Traurigkeit |
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kreativ |
lasse mich wegdrängen |
Erfolg bei der Arbeit |
Ausgrenzung |
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Äußerlich gepflegt |
arrogant |
Anerkennung |
andere sind immer besser |
Wie solch eine Liste final aussieht, ist natürlich jedem selbst überlassen. Die Grundstruktur bzw. der Anreiz hilft aber, über sich mehr Klarheit zu gewinnen. Die Spalten können dann im Laufe der Zeit ergänzt werden. Vielleicht gelingt es allein oder mit fachkundiger Hilfe, Aggressionen und Arroganz in den Griff zu bekommen, selbstbewusster zu werden und auch mehr Anerkennung zu erhalten.
Selbstvertrauen ist nicht von heute auf morgen aufzubauen, wenn es bereits erschüttert wurde. Wichtig ist, dass der Mensch nach und nach lernt, sich selbst besser zu sehen und sich auch anzunehmen. Selbstliebe und sich selbst annehmen, heißt nicht, dabei alle eigenen Fehler gering zu achten und sich nicht ändern zu wollen. Im Gegenteil, damit man sich lieben kann, muss man sich nicht nur seiner positiven Eigenschaften bewusst werden, sondern auch aktiv an deren Ausbau und am Abbau von negativen Eigenschaften arbeiten. Nur wer wirklich an seinen Fehlern und positiven Eigenschaften arbeitet, kann aufrichtige Selbstliebe entwickeln.
Das Fehlen von Selbstliebe und Selbstakzeptanz macht sich sowohl im privaten Leben wie auch im beruflichen Alltag negativ bemerkbar. Wer sich nicht als Persönlichkeit annimmt und selbst akzeptiert, dem fehlt es auch an Selbstvertrauen.
Aus einem Mangel an Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen erwachsen oft Reaktionen wie Unterbewertung eigener Leistung, Missachtung eigener Gefühle, übertriebene Unterwürfigkeit, Hörigkeit in einer Beziehung, ein hoher Grad von Abhängigkeit. Unter solchen Bedingungen kann ein Mensch weder positive, freudige Emotionen entwickeln noch ein zuverlässiger Partner in der Beziehung oder Kollege im Beruf sein. Mangelndes Selbstwertgefühl ist oft die Ursache, dass Menschen vor jeder bedeutenden Entscheidung zurückschrecken. Dabei können aber im Beruf reale Aufstiegschancen und Chancen zum erfolgreichen Arbeiten verpasst werden.
Im privaten Bereich, schreckt der Mensch dann vielleicht vor der Entscheidung für eine dauerhafte Beziehung zurück, wagt es vielleicht nicht einmal den anderen anzusprechen und vertut so eine wichtige Chance, um glücklich zu werden.
Menschen, die ständig zaudern, Entscheidungen und Verantwortung fürchten, sich zurückziehen, statt einen Schritt nach vorn zu machen, sind in der Regel Menschen, denen es am wichtigen Selbstvertrauen und der Selbstliebe fehlt. Wer vor jedem kleinen Risiko Angst hat, weil er immer fürchtet, die Aufgaben doch nicht erfüllen zu können, wird weder im Beruf noch im Privatleben glücklich und zufrieden sein. Ein Mangel an Selbstliebe macht also unglücklich. Fatal ist, dass dieser Mangel an Selbstliebe nicht nur für den Menschen selbst, sondern auch für andere bedenkliche Folgen haben. Oft müssen Entscheidungen getroffen werden, von denen auch andere Menschen betroffen sind. Wer sich nicht mag, vertraut sich nicht. Die Folge ist häufiges Versagen, worunter auch andere leiden.
Selbstliebe und Selbstbewusstsein können erlernt werden. Wer sehr große Schwierigkeiten damit hat oder bei wem der Mangel an Selbstliebe auf traumatische Vorkommnisse zurückzuführen ist, sollte psychologische Hilfe in Anspruch nehmen. Doch Menschen können auch im ganz normalen Alltag so manche Methode praktizieren, die es erleichtert, zu Selbstannahme und Selbstliebe zu gelangen und glücklicher und zufriedener zu werden. Einige Tipps könnten auf diesem Weg hilfreich sein:
In den Tagesablauf können kleine positive Rituale eingebaut werden:
Selbstliebe unterscheidet sich stark von rücksichtslosem Egoismus. Selbstliebe ist wichtig. Selbstliebe kann man lernen – und das sollte jede dringend tun, der sie nicht empfindet! Durch ein gesundes Selbstvertrauen stehen zudem die Chancen für ein guten Job besser und der süße Nachbar von nebenan bleibt nicht länger nur der Nachbar.
Tipps zum Selbstvertrauen stärken
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